Welche Voraussetzungen müssen für den Erhalt der KfW Förderung erfüllt sein?
Im Rahmen eines neuen Förderprogramms der KfW bezuschusst der Bund erstmals auch die Installation privater Ladestationen an Wohngebäuden mit 900 Euro pro Ladepunkt. Gefördert wird nicht nur die Wallbox selbst, sondern auch damit verbundene weitere Kosten. Der Antrag kann ab dem 24.11.2020 im KfW Zuschussportal gestellt werden. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt und ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Ladestation muss über 11kW Ladeleistung verfügen und auf diese Leistung eingestellt werden
  • Ladestation muss fest verbaut und 3-phasig an der Stromversorgung angeschlossen sein
  • Ladepunkt muss intelligent und steuerbar sein
  • Ladestation muss auf der Liste förderfähiger Ladestationen des KfW gelistet sein
  • Ladestation muss updatefähig sein, um zukünftige technische Entwicklungen berücksichtigen zu können (z.B. Anbindung an Smart Meter Gateway)
  • Strom für Ladestation muss ausschließlich aus Erneuerbaren Energien stammen 

ÄNDERUNG AB 20.03.2021 FÖRDERUNG NRW 2021 DER LADEINFRASTRUKTUR FÜR ELEKTROFAHRZEUGE 

foederung charger

WER KANN EINEN ANTRAG AUF FÖRDERUNG STELLEN?

  • Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts
  • Personengesellschaften
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und kommunale Betriebe, sofern diese nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben

WAS WIRD GEFÖRDERT?
Steuerbare Ladeinfrastruktur - Wallboxen und Ladesäulen
Ein Ladepunkt gilt im Sinne der Richtlinie als steuerbar, wenn dieser über die folgende Ausstattung verfügt:  kabelgebundene bidirektionale Datenübertragungsschnittstelle (Ethernet, RS-485) oder kabellose bidirektionale Datenverbindung (zum Beispiel GSM, UMTS, LTE, W-Lan) und zur Ansteuerung erforderliches Kommunikationsprotokoll (zum Beispiel Modbus-TCP, Modbus/RTU oder EEBUS).  Der installierende Elektrofachbetrieb muss bestätigen, dass es sich um eine steuerbare Wallbox bzw. Ladesäule handelt.

Zuwendungsfähig sind Ausgaben für:

  • Ladesäule beziehungsweise Wallbox, angeschlagenes Kabel, Leistungselektronik
  • Lastmanagement bei mehreren Ladepunkten
  • Energiemanagementsysteme
  • Kennzeichnung, Parkplatzmarkierung
  • Anfahrschutz, Beleuchtung
  • Tiefbau, Fundament, Wiederherstellung der Oberfläche
  • Montage und Inbetriebnahme
  • Netzanschluss
  • Ertüchtigung eines bestehenden Netzanschlusses

Die Förderung erfolgt als Anteilfinanzierung.

WIE VIEL FÖRDERUNG GIBT ES?
Nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur
Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts und Personengesellschaften:

  • 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 2.000 Euro pro Ladepunkt für eine Wallbox bzw. Ladesäule
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und kommunale Betriebe, sofern diese nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben:
  • 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 3.600 Euro pro Ladepunkt für eine Wallbox bzw. Ladesäule

Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur
Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts und Personengesellschaften:

  • 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 5.000 Euro pro Ladepunkt für eine Wallbox bzw. Ladesäule
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und kommunale Betriebe, sofern diese wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben:
  • 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 5.000 Euro pro Ladepunkt für eine Wallbox bzw. Ladesäule

Bonus
Zusätzlich zur Förderung kann ein Bonus von 500 Euro pro Ladepunkt gewährt werden, wenn eine Erneuerbare-Energie-Anlage (zum Beispiel PV-Anlage) neu errichtet wird. Als neu errichtet gilt diese, wenn sie maximal drei Monate in Betrieb ist (Nachweis: Datum der Inbetriebnahme gemäß Eintragung Marktstammdatenregister). Darüber hinaus kann ein Bonus von 150 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität gewährt werden, wenn ein stationärer Batteriespeicher neu errichtet wird. Dieser muss mit einer neu errichteten Erneuerbaren-Energie-Anlage verbunden sein. Der Bonus für den Batteriespeicher wird maximal bis zu einer Kapazität gewährt, die in Kilowattstunden dreifach so groß ist, wie die Nennleistung der Erneuerbaren-Energien-Anlage in Kilowatt (3 : 1). Maximal wird eine Kapazität bis 30 Kilowattstunden pro Ladepunkt gefördert. Bitte beachten Sie: Der Bonus für den Batteriespeicher wird nur gewährt, wenn keine weiteren Mittel aus anderen Programmbereichen des Programms progres.nrw in Anspruch genommen werden. Dies bedeutet, dass hier kein weiterer Antrag gestellt werden darf.

 UNTER WELCHEN VORAUSSETZUNGEN WIRD GEFÖRDERT? WAS SIND DIE KRITERIEN?
Der für den Ladevorgang erforderliche Strom muss aus erneuerbaren Energien oder zumindest teilweise aus vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom (zum Beispiel Strom aus Photovoltaik-Anlagen) stammen. Es darf keine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtung bestehen, die bewilligte Ladeinfrastruktur zu errichten. Die Installation und/oder Prüfung der Ladeinfrastruktur ist durch einen Fachbetrieb des Elektrohandwerks durchzuführen.

WANN KANN EIN FÖRDERANTRAG GESTELLT WERDEN?
Ein Antrag kann jederzeit gestellt werden. Die Richtlinie tritt mit Wirkung vom 31. Dezember 2025 außer Kraft. Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Maßnahme erst begonnen werden darf, wenn über den Förderantrag entschieden ist. Der Antrag sollte daher rechtzeitig gestellt werden.

 

 

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